Benzin im Blut: Georgs Weg zum Motorsport

Uwe, Georgs Vater, war und ist selbst erfolgreicher Bergrennfahrer. Dadurch ist auch Georg schon von Kinderbeinen an immer bei den Rennen dabei und stellt auch schon als kleiner Junge sein mechanisches Geschick unter Beweis. Vor allem an Stellen, an die sein Vater nicht hinkommt, unterstützt Georg ihn mit seinen kleinen Kinderhänden, z.B. beim Wechseln der Bremsscheiben.

Dass er neben mechanischem Geschick aber auch Rennfahrerblut hat, können seine Eltern zum ersten Mal erleben als Georg fünf Jahre alt ist. Bei seiner ersten Fahrt in einem Kart rast er über den Parkplatz und nimmt die Kurven wie ein Profi. „Wir und auch alle anderen Zuschauer waren völlig beeindruckt!“, schwärmen Uwe und Andrea.

Eishockey – das zweite Leben

Doch den Eltern ist wichtig, dass Georg schon früh körperlich aktiv ist und so beginnt seine erste Sportlaufbahn mit 3,5 Jahren nicht im Motorsport, sondern beim Eishockey. Bis heute spielt er sehr erfolgreich bei den Hassfurt Hawks, die momentan den 1. Platz der Landesliga belegen.

Die Liebe zum Motorsport ist allerdings in jeder Lebensphase präsent und neben dem Eishockey ist Georg als Mechaniker und in verschiedenen anderen Rollen immer wieder bei Rennveranstaltungen dabei. Erst 2014 beschließt er, sich selbst hinters Steuer zu setzen und seine Rennlaufbahn beginnt. „Ehrgeiz, Leidenschaft, ein gutes Popometer* und ein Faible für den Motosport sind die Voraussetzungen, um Rennfahrer zu sein“ sagt Georg.
Im Sommer Motorsport, im Winter Eishockey – egal zu welcher Jahreszeit, Georgs Wochenenden sind vollgepackt. Und unter der Woche? Auch da zeigt sich Georgs Ehrgeiz. Da ihm seine Arbeit als Facharbeiter in der Qualitätssicherung nicht mehr ausreicht, macht er momentan eine Ausbildung zum Techniker.

Die Familie als Ankerpunkt in allen Lebenslagen

„Meine Eltern sind mehr als nur Familie“. Sie sind ihm in all seinen Bestrebungen auch wertvolle Freunde, denn das gegenseitige Feedback ist wichtig für das Vorankommen. Und in Georgs Fall ist das sogar wörtlich zu nehmen 😊 Denn auch für die Zukunft wünscht sich Georg, im Motorsport weiterhin erfolgreich zu sein, und das ist ohne die Unterstützung seiner Familie samt Papa als Vorbild kaum möglich.

*[Wikipedia] Das Popometer bezeichnet das Gesäß eines Rennfahrers, wenn es ihm Auskunft über Fahrzeugverhalten oder Streckenbeschaffenheit gibt.