Black Daisy: letztes Rennen, neuer Wagen

Obwohl die Saison für Georg und sein Lang Motorsport Team hervorragend verlaufen ist, sind die Ziele für 2019 um einiges höher gesteckt! Wie könnte Georg das besser erreichen als mit seinen neuen Boliden?

Erst zwei Tage vor dem letzten Rennen in Eichenbühl konnten Georg und sein Teamkollege Lukas Putterer das neue Gefährt bei Magdeburg fertigstellen und zum ersten Mal testen. Viel Zeit zum Vertrautwerden mit dem schwarzen Geschoss blieb Georg aber nicht, denn das Saisonabschlussrennen stand schon vor der Tür!

Premiere in Eichenbühl

Bei besten Wetterbedingungen strömen tausende Zuschauer an die Rennstrecke, um die 180 Fahrer zu bestaunen. Georg macht sich unterdessen mit seinem neuen Wagen vertraut, der vom Team gleich einen Spitznamen bekommt. Wegen der leicht nach oben gebogenen Nase des Autos taufen sie das kurz zuvor schwarz und orange folierte Renngefährt „Black Daisy“.

Mehr Power für das Popometer*: Das steckt in „Daisy“

Nicht nur die Form des Autos ist anders als bei „Renate“, dem vorherigen Rennwagen. Daisy ist windschnittiger, hat einige Pferde mehr unter der Haube (270) und ist länger und breiter. Auch technisch wartet sie mit einigen Finessen auf: bisher konnte Georg seinen Rennlauf und die einzelnen Parameter immer erst nach dem Rennen analysieren. Mit dem neuen digital unterstützten Lenkrad von Daisy allerdings, kann er schon während der Fahrt Einzeldaten einsehen und sofort gezielt darauf reagieren. Somit bekommt sein ohnehin sensibles Popometer* künftig elektronische Unterstützung.

Einmalig im Bergrennsport: die Pirelli-Reifen

Zum krönenden Schluss bekommt das Auto aber noch eine Sensation aufgezogen, nämlich die Pirelli Ultrasoft Reifen. Georgs Mutter Andrea erklärt uns: „Das ist das erste Mal, dass Pirelli-Reifen am Berg verwendet werden. Das gab es in Deutschland so noch nie.“ Normalerweise werden diese Reifen bei den Qualifiers der Formel 1 verwendet – doch das Lang Motorsport Team entschied sich, sie auch beim Bergrennen an Georgs letztem Rennen der Saison mit seiner neuen Gefährtin Daisy zu testen.

„Man muss erst langsam Vertrauen aufbauen“

Ganz schön mutig, mit so vielen neuen Variablen ausgestattet gleich bei einem so anspruchsvollen Bergrennen wie dem in Eichenbühl zu starten. Denn normalerweise dauert es eine ganze Weile bis sich ein Fahrer an sein Fahrzeug gewöhnt und die individuellen Fahreigenschaften in jeder Situation einschätzen kann. Doch das neue Setup des Motors passt perfekt zur Rennstrecke und Georg kann schnell seine individuelle Ideallinie finden. Sowohl im Training als auch im ersten Rennlauf toppt er jeweils seine vorherige Bestzeit! Damit sichert er sich Platz 3 in der Klasse der Single Seater bis 2000 ccm und Rang 8 in der Gesamtwertung.

Eine stolze Leistung

Trotz der vielen Unbekannten – Fahrzeug, Strecke, Reifen – direkt die persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr um 2 Sekunden zu toppen, ist eine stolze Leistung von Georg. Das gesamte Lang Motorsport Team einschließlich seines Vaters sind begeistert: „Er macht das hervorragend. Wir sind sehr zufrieden.“ Gemeinsam blicken nun alle schon mit Vorfreude auf die Saison 2019.

Auch von uns: Herzlichen Glückwunsch, Georg, zu diesem Ergebnis und viel Erfolg beim Kennenlernen von „Black Daisy“, deiner neuen Gefährtin!

* Das Popometer bezeichnet das Gesäß eines Rennfahrers, wenn es ihm Auskunft über Fahrzeugverhalten oder Streckenbeschaffenheit gibt. Der Ausdruck ist unter deutschsprachigen Automobilsportlern verbreitet. Mit der Verwendung des Wortes wird der Einsatz des subjektiven Fahrgefühls anstelle oder neben der Technik unterstrichen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Popometer)