Faszination Bergrennen

Dröhnende Motoren, Benzingeruch in der Luft und Rennfahrer hautnah erleben, die mit ihren Fahrzeugen auf normalen Straßen in unglaublichen Geschwindigkeiten rasen – wenn du das schon mal erlebt hast, dann weißt du ja bereits, was ein Bergrennen ist.

Für alle anderen, aber auch für die Kenner unter euch, haben wir hier zusammengefasst, was das Besondere an den deutschen Bergrennen ist und warum sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt!

Hautnah dran: einzigartig im Rennsport

Schon mit dem Lösen der Eintrittskarte beginnt ein Erlebnis, das dich von Anfang an in seinen Bann ziehen wird. Denn die Eintrittskarte beschränkt sich nicht wie bei anderen Motorsport-Events auf das Beobachten von einem Sitzplatz aus. Nein, beim Bergrennen kannst du direkt ins Fahrerlager spazieren und Fahrern und Monteuren bei ihren letzten Justierungen am Motor oder Getriebe vor den Trainings- und Rennläufen über die Schulter schauen. Hautnah und deshalb auch besonders authentisch erlebst du Gespräche, Diskussionen, Probleme, vor welchen die Teilnehmer stehen, kannst den Benzingeruch schnuppern und spürst die knisternde Spannung. Zum Rennen geht es dann meist zu Fuß an der Strecke entlang, wo du dir im Zuschauerraum an Hängen oder Böschungen den perfekten Platz zum Beobachten des Geschehens aussuchen kannst. Denn die Bergrennstrecken sind keine präparierten Rundstrecken, extra angelegt für den Motorsport: Die Rennen finden auf ganz normalen (selbstverständlich sehr kurvenreichen) Land- und Kreisstraßen statt, die für das Rennwochenende gesperrt werden! Die Strecken gehen immer bergauf, denn ein Kriterium des Bergrennens ist, dass das Ziel höher liegen muss als der Start.

Highspeed ohne Knautschzone

Da die Strecken auf normalen Landstraßen verlaufen, können die Fahrer nicht mal „einfach so“ Trainingsläufe absolvieren und die Piste kennenlernen. Zum Herantasten dient am Rennwochenende der Samstag, an dem die Trainingsläufe stattfinden. Somit muss sich der Fahrer alle Kurven, Bremspunkte und Bodenwellen so ins Gedächtnis einprägen, dass er am Renn-Sonntag bei Spitzengeschwindigkeiten bis zu 220 km/h keine Fehler macht. Denn normalerweise gibt es bei jedem Rennen drei Durchgänge, die am Ende addiert werden und die Gesamtzeit ergeben. Ein kleiner Fehler kann den Fahrer deshalb schnell einen Rang kosten. Doch nicht nur die Platzierung ist bei Fehlern gefährdet: „Das Gefährliche ist, dass manche Kurven so brutal schnell sind. Wenn da etwas schiefgeht, fliegt man mit knapp 200 km/h aus der Kurve in die Leitplanke oder die Altreifen. Das ist nicht so vorteilhaft.“, so Georg Lang. Respekt vor dem eigenen Fahrzeug und der Strecke, höchste Konzentration, schnelle Reaktionsfähigkeit, Talent und vor allem Erfahrung sind von den Fahrern gefordert, um die für die Strecke und das Fahrzeug passende Ideallinie zu finden. Das macht das Geschehen für die Zuschauer besonders spannend.

Die technischen Details der Bergrennen

Eingeteilt wird bei Bergrennen in zwei Divisionen. Division 1 beinhaltet Tourenwagen der Klassen G, N, A, F, H und E1. In Division 2 fahren dagegen Rennsportfahrzeuge der Klassen E2, C3, CN, Formel 3 und Formel 2. Pro Rennlauf sammeln die Fahrer Punkte in ihrer jeweiligen Klasse. Die Läufe finden als Einzelfahrten statt, d.h. jeder Fahrer hat die 2 km bis 6 km lange Strecke für sich alleine. Dadurch gibt es keine gefährlichen Überholmanöver und auch keinen direkten Konkurrenzkampf unter den Fahrern. Das kommt auch bei den Zuschauern an. Denn nach den Läufen findet meist ein gemeinsames Rückführen aller Fahrzeuge vom Ziel zum Fahrerlager im Konvoi statt – das vermittelt ein Gemeinschaftsgefühl, das es so im Rennsport kein zweites Mal gibt.

Konnten wir dich begeistern? Dann schau dir unsere Berichte zu Georgs Bergrennen 2018 an:

Wolsfelder Bergrennen

Glasbachrennen

Ibergrennen

Homburger Bergrennen

Hauenstein Bergrennen

Osnabrücker Bergrennen

Bergrennen Eichenbühl

Bergrennen auf den Punkt gebracht:

Technische Details:

  • 2 Divisionen: Tourenwagen der KlassenG, N, A, F, H, E1 und Rennsportfahrzeuge der Klassen E2, C3, CN, Formel 3, Formel 2
  • Spitzengeschwindigkeit: 220 km/h
  • Einzelzeiten-Wertung, 3 Runden
  • Rennzeiten werden addiert
  • Keine Wettfahrten, sondern Einzelfahrten

Zur Strecke:

  • Strecke geht immer bergauf
  • Auf normalen Land- und Kreisstraßen
  • Keine Kiesbank, sondern nur Leitplanken oder Altreifen zur Sicherung
  • Fahrerisch sehr anspruchsvoll und kurvenreich

Bergrennen-Special:

  • Trainingsläufe nur am Rennwochenende möglich
  • Meist samstags Training, sonntags Rennen
  • Motorsport zum Anfassen für Besucher à Eintrittskarte gilt auch für Fahrerlager
  • Meist keine Rundstrecke
  • Rückführung aller Fahrzeuge in Fahrerlager nach Rennen im Konvoi (Ausnahmen bestätigen die Regel)
  • Sieger = Bergmeister
  • 6 bis 10 Rennen pro Saison in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Teilnehmer sind Hobbyfahrer keine Profis