Schockmoment in letzter Kurve

Mit knapp 130 km/h rast Georg in Richtung der letzten Kurve, doch die ist knackig. Abbremsen, runterschalten in den ersten Gang und mit 62 km/h um die Kurve. Da passiert‘s: Daisy gerät außer Kontrolle – eine schier endlos lange Schrecksekunde verstreicht – doch Georg hat sein Auto gut im Griff. Beide drehen sich einmal um 180-Grad und bleiben, mit Adrenalin im Blut (bzw. Benzin in den Leitungen), geschockt stehen.

Fahrer und Wagen wohlauf

Georg wohlbehalten und hellwach, Daisy unversehrt. Zum Glück ist das im Trainingslauf und nicht während des Rennens passiert! Eins ist auf jeden Fall sicher: An der Ideallinie muss Georg noch feilen. „Ich war einfach 8 km/h zu schnell, mehr war’s gar nicht.“, erklärt Georg nach dem Trainingslauf. „Timing und Präzision sind das A und O bei jedem Rennen.“

Das erste Bergrennen auf deutschem Boden findet in Wolsfeld statt. 211 Teilnehmer kämpfen um einen Platz auf dem Treppchen – zahlreiche Besucher fiebern bei traumhaft schönem Wetter mit. Auf 1,6 Kilometern bergauf versuchen die Rennfahrer mit ihren Fahrzeugen ihre individuelle Bestzeit zu erreichen. Georg gelingt es im Training schon, seine Zeit aus dem Vorjahr zu bestätigen – das macht Hoffnung!

Die Nerven liegen blank

Der Schock aus dem letzten Trainingsdurchgang steckt allen noch in den Knochen als Georg zum ersten Rennlauf startet. Die Nerven sind angespannt, trotzdem versucht er den Kopf wieder frei zu kriegen und das Problem sachlich anzugehen. „Mit einem neuen Satz Reifen hat das Auto hoffentlich mehr Traktion und bricht in der Kurve nicht mehr aus.“, hofft Georg. Und tatsächlich: Der Reifenwechsel verhilft ihm zu einem Geschwindigkeits-Peak und er beendet den ersten Wertungslauf mit Daisy in 1.02,69 Minuten – ohne ungeplante Drehungen! Das bedeutet sogar, er hat sich an die Spitze seiner Klasse und auf Platz 3 im Gesamtranking gekämpft. Das ganze Team ist überglücklich.